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Elektromobilität im Wandel, Interview mit Sören Braun (Stadtwerke Witten GmbH)

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Ich bin der Meinung, dass wir Dinge anpacken müssen und diese einfach mal machen! Meine Aufgabe besteht nicht darin, die Menschen von der Elektromobilität zu überzeugen, sondern denen, die überzeugt sind, Lösungen für die Herausforderungen zu bieten.“-Sören Braun-


Elektromobilität ist ein Thema von wachsender Bedeutung – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatpersonen und Mitarbeitende. Im Rahmen unseres 4. KUK-Webinars „Kurz & kompakt“ (eine Kooperation zwischen ZEERO-Team und FachwerkMetall e.V.) hat Sören Braun, Gruppenleiter Elektromobilität bei der Stadtwerke Witten GmbH, spannende Einblicke in den Status quo, die Perspektiven und Chancen der Elektromobilität gegeben. 

Da uns im Nachgang weitere Fragen erreicht haben, haben wir Sören Braun gebeten, seine Präsentation noch einmal kurz zusammenzufassen – speziell für alle Leserinnen und Leser, die nicht am Webinar teilnehmen konnten.

ZEERO (Z): „Herr Braun, für alle, die beim Webinar nicht dabei sein konnten: Bitte stellen Sie sich kurz vor. Was ist Ihre Aufgabe bei den Stadtwerken Witten und was treibt Sie in Ihrem Engagement für Elektromobilität an?“

SÖREN BRAUN (SB): „Mein Name ist Sören Braun (37), ich bin bei den Stadtwerken Witten als Gruppenleiter für Elektromobilität tätig. Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit meinem Team maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, um die Elektromobilität in unserer Stadt voranzubringen. Mich treibt besonders an, dass wir mit unserer Arbeit einen direkten Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Elektromobilität bedeutet für mich nicht nur eine technologische Veränderung, sondern eine Chance, unsere Stadt nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten.“

Z: „In Ihrer Präsentation haben Sie eindrücklich gezeigt, wie sich die Elektromobilität in Deutschland und im Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation – insbesondere mit Blick auf die Zahl der Fahrzeuge und Ladepunkte? Und wo liegt Witten aktuell?“

SB: „Deutschland hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht, sowohl bei der Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge als auch bei der Ladeinfrastruktur. Im Ennepe-Ruhr-Kreis sehen wir ebenfalls eine kontinuierliche Entwicklung. Witten liegt dabei im Mittelfeld, sowohl was die Fahrzeugzahlen als auch die Ladepunkte betrifft. Wir haben hier ein solides Fundament geschaffen, auf dem wir in den nächsten Jahren weiter aufbauen werden. Wichtig ist, dass die Ladeinfrastruktur mit dem Marktwachstum Schritt hält. Das ist unsere zentrale Aufgabe.“

Z: „Sie haben betont, dass ein Auto im Schnitt 23 Stunden am Tag steht. Das klingt nach einem enormen Potenzial für das Laden während der Standzeiten. Welche Chancen sehen Sie hier für private Haushalte, aber vor allem auch für Unternehmen, die Ladeinfrastruktur auf dem Firmengelände bereitstellen könnten?“

SB: „Das Potenzial ist tatsächlich enorm. Für private Haushalte bedeutet es, dass das Laden bequem zu Hause stattfinden kann z. B. über Nacht oder während der Arbeitszeit im Homeoffice. Für Unternehmen ergeben sich gleich mehrere Chancen: Zum einen steigern sie die Attraktivität als Arbeitgeber, wenn sie Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz anbieten. Zum anderen können sie selbst von steuerlichen Vorteilen und Förderungen profitieren. Besonders spannend wird es, wenn die Ladeinfrastruktur in bestehende Energiemanagementsysteme integriert wird. So lassen sich Lastspitzen vermeiden und die Energieeffizienz steigern.“

Z: „Die aktuelle Shell-Studie zeigt, dass bereits mehr als die Hälfte der E-Autofahrer am Arbeitsplatz laden kann. Bei den Stadtwerken Witten teilen sich aktuell etwa fünf Mitarbeiter einen Ladepunkt für die private Nutzung. Insgesamt stehen für die ca. 30 E-Fahrzeugfahrer:innen sechs Ladepunkte zur Verfügung. Damit liegen Sie etwa im statistischen Durchschnitt. Wie schätzen Sie die Situation für Ihre Kolleginnen und Kollegen konkret ein, und wie sehen Sie die Entwicklung in den kommenden Jahren? Wird das Laden am Arbeitsplatz Ihrer Meinung nach künftig zur Selbstverständlichkeit?“

SB: „In meiner Wahrnehmung wird das Laden am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Elektromobilität spielen. Es ist ein Baustein von mehreren, damit am Ende jeder, der will, die Möglichkeit hat sein E-Fahrzeug aufzuladen. Aktuell stellt sich das Verhältnis von Mitarbeiterladepunkten zu Fahrzeugen bei uns noch positiv dar. Es gibt auch Mitarbeiter, die uns gespiegelt haben, dass sie sich jetzt ein E-Fahrzeug anschaffen können, weil sie die Möglichkeit haben, bei uns zu laden. Wenn man sich den Gesamtbestand an E-Fahrzeugen generell ansieht, wissen wir aber auch heute schon, dass das erst der Anfang ist und wir auch hier in Zukunft deutlich das Angebot erweitern müssen, um den zukünftigen Bedarfen gerecht zu werden.“

Z: „Blicken wir nach vorne: In Ihrer Präsentation haben Sie Zukunftstechnologien wie Smart Charging, Ultrafast Charging, bidirektionales Laden und Megawatt Charging vorgestellt. Welche dieser Entwicklungen halten Sie in den nächsten Jahren für die wichtigsten Treiber – und warum? Und wenn wir das Ganze einmal auf die lokale Ebene herunterbrechen: Welche dieser Technologien sind für die Stadt Witten in naher Zukunft tatsächlich relevant, und welche spielen hier – zumindest aktuell – noch eine untergeordnete Rolle?“

SB: „Ich halte Smart Charging in den kommenden Jahren für einen der wichtigsten Treiber. Denn damit lassen sich Stromnetze entlasten und die Nutzung erneuerbarer Energien optimieren. Für Witten und die Region ist das hochrelevant, da wir viele Ladepunkte intelligent steuern müssen. Ultrafast und Megawatt Charging wird vor allem entlang von Hauptverkehrsachsen und an zentralen Knotenpunkten eine Rolle spielen – also dort, wo schnelle Ladezeiten entscheidend sind. Bidirektionales Laden ist zweifellos spannend, aber eher noch ein Zukunftsthema. Wir beobachten diese Entwicklungen sehr genau, auch im Hinblick auf mögliche Anwendungen für Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis.“

Z: „Mit den Gesetzen GEIGEPBD und AFIR gibt es inzwischen einen ganzen Strauß an regulatorischen Vorgaben. Welche Pflichten kommen damit auf Unternehmen zu, und wo sehen Sie derzeit die größten Herausforderungen bei der Umsetzung?  Wer informiert mich eigentlich – als Unternehmen oder auch als Privatperson – über solche Änderungen? Am Ende kann es ja passieren, dass etwas, das heute als gute Lösung gilt, morgen durch eine neue Gesetzgebung zur Belastung oder sogar zum Nachteil wird. Wie gehen die Stadtwerke Witten in solchen Fällen vor, wenn Gesetze zwar mit den besten Absichten verabschiedet werden, ihre praktische Umsetzung für die Betroffenen aber erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt?“

SB: „Das ist ein wichtiger Punkt. Tatsächlich ist es für Unternehmen und Privatpersonen schwer, den Überblick über alle neuen Vorgaben zu behalten. Genau hier sehen wir uns als Partner: Wir informieren proaktiv über Änderungen, bieten Beratung an und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden passende Lösungen. Natürlich sind nicht alle gesetzlichen Vorgaben auf Anhieb praxistauglich, aber wir verstehen uns als Brücke zwischen Politik, Regulierung und praktischer Umsetzung. Unser Ziel ist es, den Aufwand für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten und tragfähige Lösungen zu schaffen.

„Die EPBD ist die europäische Grundlage für das deutsche GEIG. Hier wird die Vorbereitung und der Aufbau von Ladeinfrastruktur an Gebäuden geregelt. Diese Vorschriften sind aktuell schon gültig. So muss ein Nicht-Wohngebäude mit über 20 Stellplätzen seit dem 1.1.2025 bereits mind. einen Ladepunkt installiert haben. Diese Vorschriften werden durch die Neufassung der EPBD in Zukunft nochmal deutlich strenger und ein deutlicher Ausbau der Ladepunkte gefordert. Dies ist auch notwendig, um den Bedarf an Ladeinfrastruktur in den nächsten Jahren zu decken.“ 

Z: „Elektromobilität ist aber nicht nur eine Verpflichtung, sondern kann auch Chancen eröffnen. Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen, die schon heute in Ladeinfrastruktur investieren? Können Sie vielleicht ein Beispiel nennen, welche Branchen hier besonders profitieren könnten?“

SB: „Erstmal ist der wirtschaftliche Faktor ein wesentlicher für die Umstellung auf Elektromobilität. Vor allem Firmen mit Flotten können hiervon profitieren. Die Unternehmen, die frühzeitig in Ladeinfrastruktur investieren, verschaffen sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Sie steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber, verbessern ihr Nachhaltigkeitsprofil und können Kunden sowie Partnern und Mitarbeitern einen zusätzlichen Service bieten. Besonders profitieren Branchen mit hohem Kundenverkehr – zum Beispiel der Einzelhandel, Hotels oder Gastronomiebetriebe. Aber auch produzierende Unternehmen oder Logistiker haben Vorteile, wenn sie ihre Flotten elektrifizieren und gleichzeitig eigene Ladeinfrastruktur nutzen. Weiter sehen wir bedingt durch CO2-Kosten perspektivisch einen Anstieg der Betriebskosten für Verbrennerfahrzeuge. In der Gesamtkosten-Betrachtung werden E-Fahrzeuge allein aus kostentechnischen Gründen die bessere Alternative sein.“

Z: „Die Stadtwerke Witten begleiten Unternehmen von der ersten Idee bis zur fertigen Ladeinfrastruktur. Welche Leistungen werden aktuell am häufigsten nachgefragt? Können Sie ein Kooperationsbeispiel – etwa am Standort Ruhrstraße oder Bommerfelder Ring – vorstellen? Welche Vorteile ergeben sich aus einer solchen Zusammenarbeit, zum Beispiel durch den Einsatz von Pufferspeichern oder anderen technischen Lösungen, die die Ladeinfrastruktur effizienter und wirtschaftlicher machen?“

SB: „Am häufigsten nachgefragt werden: Standortanalyse, Lastmanagement‑Konzept, Netzanschlussplanung, Finanzierung/ Förderberatung, Installation und Betrieb inklusive Abrechnungslösungen.

Wir haben in der Vergangenheit z. B. verschiedene Projekte mit diversen Kunden durchgeführt. Am Bommerfelder Ring haben wir gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft öffentliche Ladepunkte installiert, die vor allem den Mietern im Quartier zugutekommen. An einem weiteren Standort bauen wir aktuell einen Schnelllader mit Netzpufferspeicher. Der Vorteil: reduzierte Anschlusskosten, Vermeidung von Spitzenlasten und die Möglichkeit, hier später den Standort ohne große weitere Kosten zu erweitern.“

„An der Ruhrstraße haben wir innerstädtisch in Kooperation mit der Sparkasse Witten einen Schnelllader aufgebaut, der allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht.“

Z: „In Ihrer Präsentation haben Sie die Backend-Software angesprochen, die Abrechnung und Verwaltung von Ladepunkten ermöglicht. Können Sie zunächst kurz erklären, was genau dieses System leistet und wie es funktioniert? Und im Anschluss: Für welche Unternehmen ist es besonders relevant, und welche Vorteile bietet es im Alltag?“

SB: „Das Backend steuert Abrechnung, Nutzerverwaltung, Authentifizierung (z. B. RFID, App), Lastmanagement, Monitoring und Reporting. Es ist besonders relevant für Betreiber mit mehreren Ladepunkten, Wohnungsunternehmen, Parkraumbetreiber und Unternehmen mit Flotten, weil es administrative Abläufe automatisiert, Nutzungsdaten liefert und Abrechnungsprozesse sicherstellt. Wir können über Submandanten dem Unternehmen das Backend gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Hierbei kann dann auch z. B. eine direkte Kostenstellenzuordnung erfolgen. Wir bieten das ganze als Baukastenprinzip vom Monitoring bis hin zum Full-Service für unsere Kunden an.“

Z: „In Ihrer Präsentation haben Sie auch den Schnellladepunkt in der Ruhrstraße angesprochen. Gibt es weitere Beispiele für Schnellladesäulen in Witten, und wie häufig werden diese genutzt? Wie unterscheiden sich Stadtzentrum und ländlichere Gebiete bei der Ladeinfrastruktur? Wie wird entschieden, wo neue Ladepunkte entstehen – in Abstimmung mit der Stadt, auf Basis von Bürgeranregungen? Welche Rolle spielen Statistiken und tatsächliche Nutzungsdaten – und wie wird am Ende entschieden, wo ein Standort realisiert wird?“

SB: „Neben dem Standort Ruhrstraße haben wir weitere Schnellladesäulen im Stadtgebiet installiert. Die Nutzung ist im Zentrum deutlich höher als in den Randbereichen, was vor allem an der höheren Fahrzeugdichte liegt. Bei der Standortwahl gehen wir systematisch vor: Wir werten Nutzungsdaten aus, berücksichtigen Bürgeranregungen und stimmen uns eng mit der Stadt ab. Am Ende entscheiden wir auf Basis einer Kombination aus Datenlage, Bedarf und städtebaulichen Faktoren. So stellen wir sicher, dass die Ladeinfrastruktur dort entsteht, wo sie wirklich gebraucht wird.“

Z: „In den letzten Jahren haben viele Menschen Wallboxen angeschafft, oft im Rahmen von Förderprogrammen, obwohl sie selbst noch gar kein Elektroauto besitzen. Wie ist die aktuelle Entwicklung? Ich weiß, dass Sie inzwischen keine Wallboxen mehr für Privathäuser installieren, aber wie sieht es mit der Infrastruktur für Mehrfamilienhäuser aus? Ich kann mir vorstellen, dass es eine große Herausforderung ist, die Zusammenarbeit zwischen Architekten, Bauunternehmen und Ihnen selbst zu koordinieren, da alle Aspekte perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, und wünschen Sie sich eine stärkere Kooperation dieser wichtigen Akteure im Planungsprozess?“

SB: „Die Nachfrage nach Wallboxen hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Während es in der Vergangenheit viele Förderungen gab, die auch Personen genutzt haben, die noch gar kein Elektroauto besaßen, beobachten wir inzwischen eine klarere Fokussierung: Heute kommen vor allem Menschen auf uns zu, die tatsächlich schon ein Elektroauto fahren oder kurz davorstehen, sich eines anzuschaffen. Bei den privaten Wallboxen zu Hause ist das eingetragene Elektroinstallationsunternehmen immer noch der beste Ansprechpartner vor Ort. Diese kennen meistens die Anlagen und aus unserer Erfahrung haben sich die meisten Unternehmen mit den Herausforderungen der Elektromobilität ausreichend beschäftigt, so dass man hier in guten Händen ist.

„Im Bereich der Mehrfamilienhäuser ist die Situation komplexer. Hier müssen nicht nur technische, sondern auch rechtliche und organisatorische Fragen geklärt werden. Wer darf laden? Wie wird abgerechnet? Wie wird die Stromversorgung ausgelegt? Das sind alles Punkte, die frühzeitig zwischen Eigentümern, Architekten, Bauunternehmen und uns abgestimmt werden müssen. Unsere Erfahrung zeigt: Je eher wir in den Planungsprozess eingebunden werden, desto einfacher und effizienter lassen sich Lösungen umsetzen. Eine engere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wäre daher sehr wünschenswert, um Verzögerungen oder hohe Zusatzkosten zu vermeiden.“

Z: „In Ihrer Präsentation haben Sie die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Witten und den Stadtwerken Witten hervorgehoben. Könnten Sie unseren Lesern bitte genauer erläutern, was Sie damit gemeint haben? Das Thema betraf ja unter anderem das nächtliche Laden der Fahrzeuge, und es gibt rechtliche Vorgaben, die dabei eine Rolle spielen. Wie ist es Ihnen gelungen, dennoch eine Einigung mit der Stadt zu erzielen, die sowohl für die Privatpersonen als auch für die Stadt und für die Stadtwerke Vorteile bringt? Können Sie auch kurz auf die Preise eingehen, die beim Laden anfallen?“

SB: „Die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Witten ist ein zentraler Erfolgsfaktor für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ein Beispiel ist das Thema nächtliches Laden: Hier gab es rechtliche Vorgaben, die auf den ersten Blick Einschränkungen mit sich gebracht hätten. Durch einen intensiven Austausch zwischen Stadt und Stadtwerken konnten wir jedoch praktikable Lösungen finden, die sowohl rechtssicher als auch kundenfreundlich sind.

„Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Sie können ihre Fahrzeuge zuverlässig und zu fairen Konditionen laden. Für uns als Stadtwerke ist es wichtig, die Preisgestaltung transparent zu halten, beim öffentlichen Laden genauso wie bei Lösungen für Unternehmen. Am Ende profitieren alle Seiten: Die Stadt erreicht ihre Klimaziele, die Bürgerinnen und Bürger erhalten ein verlässliches Angebot, und wir als Stadtwerke können unsere Rolle als Partner in der Energiewende stärken.“

Z: „Wenn Sie in die Zukunft blicken – wie wünschen Sie sich die Entwicklung der Elektromobilität in Witten in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Und was motiviert Sie persönlich, dieses Thema mit so viel Leidenschaft zu treiben?“

SB: „Ich wünsche mir, dass Elektromobilität in Witten in den kommenden Jahren zu etwas Selbstverständlichem wird, ähnlich wie heute das Smartphone. Ladeinfrastruktur sollte so verfügbar sein, dass niemand mehr darüber nachdenken muss, wo und wie er sein Fahrzeug lädt. Gleichzeitig wäre es schön, wenn wir es schaffen, die verschiedenen Mobilitätsformen stärker miteinander zu vernetzen, also E-Autos, ÖPNV, Fahrräder und Carsharing-Angebote.

Mich persönlich motiviert, dass ich mit meiner Arbeit an einem echten Zukunftsthema mitgestalte. Elektromobilität ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein gesellschaftlicher Wandel. Zu sehen, wie Witten hier Schritt für Schritt vorankommt, ist für mich ein Antrieb, mich weiterhin mit voller Energie einzubringen.“

Abschluss

Z: „Vielen Dank, lieber Sören Braun, für Ihre äußerst interessante Präsentation. Man merkt, dass Sie von diesem Thema überzeugt sind und mit Leidenschaft dabei sind. Sie haben hier einen Satz gesagt, der Sie perfekt beschreibt, und wir würden uns freuen, wenn Sie diesen abschließenden Gedanken noch einmal für unsere Leser wiederholen könnten. Für viele, die Sie kennen, ist dieser Satz ein wahres Spiegelbild Ihrer Persönlichkeit – und wir sind gespannt, ihn hier noch einmal zu lesen.“

SB„Ich bin der Meinung, dass wir Dinge anpacken müssen und diese einfach mal machen! Meine Aufgabe besteht nicht darin, die Menschen von der Elektromobilität zu überzeugen, sondern denen, die überzeugt sind, Lösungen für die Herausforderungen zu bieten. Wir können auch nicht alle Herausforderungen allein hier vor Ort lösen. Aber das, was wir selbst in der Hand haben, können wir angehen und somit eine direkte Verbesserung erzielen.“

Ausblick & kommende Veranstaltung

Als Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen ZEERO, der Wirtschaftsförderung Witten und den Stadtwerken Witten freuen wir uns, unsere nächste Veranstaltung zum Thema Elektromobilität anzukündigen. Sie findet am 27. November 2025 ab 17:00 Uhr im Technischen Rathaus in Witten statt. Unser Ziel ist es dabei nicht nur, Informationen zu vermitteln, sondern den teilnehmenden Unternehmen einen echten Mehrwert zu bieten.

Bereits während der Veranstaltung können Teilnehmer individuelle Beratungen in Anspruch nehmen – unter anderem mit unserem Fördermittelberater Tristan Schmidt. Gleichzeitig stehen die Stadtwerke Witten für fachliche Fragen rund um Ladeinfrastruktur und Elektromobilität zur Verfügung. Durch die gezielte Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigen wir praxisnahe Lösungen und möchten die Entwicklung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Mobilität in Witten aktiv fördern.

Mit der kommenden Veranstaltung setzen ZEERO, die Wirtschaftsförderung Witten und die Stadtwerke Witten ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten werden in Kürze verschickt.

Wir freuen uns auf den Austausch am 27. November!